Es war einmal…

die-kleine-und-malcolm

…vor langer, langer Zeit zwei Menschen, die sich vollkommen Fremd waren. Durch einen gl├╝cklichen Zufall liefen sie sich am Jahreswechsel 1999/2000 ├╝ber den Weg, entschieden sich die Freundschaftsnummer auszuprobieren, als einer der beiden anfing solange zu quengeln, bis sich die zweite Person entschied ihnen beiden eine Chance zu geben.

Es hat genau acht Heiratsantr├Ąge gebraucht, bis aus der Chance etwas ernstes wurde. Nicht, dass die sieben vorherigen Heiratsantr├Ąge abgeschmettert wurden, doch waren sie eher obligatorischer Natur (der sogenannte „obligatorische Teenager-Heiratsantrag“). Ein Ritual, das sich in den ersten Minuten jedes ersten Jahrestags wiederholte. Bis zum 1.1.2008.

Der Morgen nach der Hochzeit ist ein ganz besonderer Morgen. K├Ârperlich f├╝hlt man sich, als w├Ąre man einen Marathon gelaufen, was in vielen F├Ąllen nicht einmal weit hergeholt ist, wenn man bedenkt wieviel man an dem Tag geht. Psychisch f├╝hlt man sich wie frisch verliebt, was besonders irritierend f├╝r ein Paar ist, das schon seit 8 Jahren ist. Man stellt sich Fragen, wie: „Ist das wirklich meins? Was ist das f├╝r ein Kribbeln? Achso, der Wodka-Ahoi ist noch nicht verdaut. Und das daneben? Ja, das ist tats├Ąchlich irgendwie neu.“

Ich wei├č noch wie stolz ich war, als ich endlich aus dem Bett stieg, mich duschte und mit der Kleinen durch die Hotel-Lobby schritt.
Meine Frau und ich w├╝rden gerne irgendwo fr├╝hst├╝cken. K├Ânnen Sie etwas empfehlen?
Meine Frau. Was f├╝r ein Gedanke. Ouh, warte, er muss Platz machen f├╝r den n├Ąchsten: „Hey Kleines, pass auf: Jedesmal, wenn einer von uns deinen alten Nachnamen sagt, oder schlimmer noch: Freund/Freundin, wird ein Euro in das Schwein gesteckt.“ – „…!“ – „In das Sparschwein. Nicht in mich.

Freunde des Chromosomenkampfes m├╝ssen wir gleich an dieser Stelle entt├Ąuschen: Hier geht es harmonisch zu, liebevoll, geradezu idyllisch..!

Nadine & Malcolm